16 Tage und 6 Stunden Mahnwache für das Gastschulabkommen

Die Mahnwache wurde am 8.12.2010 beendet, da - leider nur für fünf Jahre - ein neues Gastschulabkommen unterzeichnet wurde.
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Wofür brauchen wir ein Gastschulabkommen?

Stellen Sie sich vor: Sie wollen Ihre Kinder in die Waldorf-Schule auf der anderen Straßenseite schicken. Dumm nur, dass dazwischen die Grenze zwischen Schleswig-Holstein und Hamburg verläuft. Denn da das so genannte Gastschulabkommen gekündigt wurde, dürfen Sie das nicht. Sie müssen eine weite Autofahrt auf sich nehmen, wenn sie ihr Kind auf eine ähnliche Schule in Schleswig Holstein schicken wollen. Falls es eine solche überhaupt in Schleswig Holstein gibt.

So sieht die Realität aus, heute, 2010: Während Arbeitnehmer innerhalb der EU problemlos in anderen Ländern arbeiten dürfen, können Kinder nicht einmal in die Schule eines anderen Bundeslandes gehen, das sich in Wurfweite befindet. Und das, obwohl der Staat das Recht auf Schulfreiheit und “Gewährleistung der Schulvielfalt” garantiert. Mehr als 6000 Kinder sind derzeit davon betroffen. Deshalb treten wir für den Fortbestand des Gastschulabkommens ein. Wir werden die Mahnwache so lange fortführen, bis unsere Kinder wieder ihr Recht auf freie Schulwahl wahrnehmen können.

Wie geht es weiter - die negativen Folgen des Gastschulabkommens

Am Montag, den 17. Januar hat sich ein neues Aktionsbündnis gegründet. Es geht hervor aus dem “Aktionsbündnis Gastschulabkommen” und hat die Aufgabe, die Vertreter der politischen Parteien in Hamburg während der Wahlkampfzeit auf ihr Verhältnis zu Freien Schulen zu befragen. Wir haben dazu die neue Informations-Website waldorfschule-im-wahlkampf.de ins Leben gerufen.

In den Wahlprogrammen der Parteien ist zu lesen, dass die Schulen gestärkt und Bildung für alle verbessert werden müsse. Dennoch gibt es Bestrebungen, die finanziellen Mittel der Schulen in freier Trägerschaft deutlich zu kürzen.

Niedrigere Finanzhilfesätze bergen die Gefahr höherer Schulgelder – was wiederum die freie Schulwahl einschränken würde. Noch haben wir die Möglichkeit, die Politiker an ihr Versprechen einer freien Schulwahl zu erinnern und die drohenden finanziellen Kürzungen zu vermeiden.

Es ist Wahlkampfzeit in Hamburg und eine gute Zeit, Politiker nach ihrer Meinung zu Freien Schulen zu befragen.

Im Kampf um das Gastschulabkommen haben wir die Erfahrung gemacht, dass es von großem Wert ist, mit Politikern ins Gespräch zu kommen. Wir haben damit erreicht, dass in unserem Sinne entschieden wurde: Wir haben eine freie Schulwahl über die Landesgrenzen hinweg!

Aus dieser Erfahrung heraus möchten wir Sie ermutigen, mit den Politikern ins Gespräch zu kommen, um sie für die freie Schulwahl zu gewinnen.

Informieren wir Politiker, welche Bildungsvorstellung wir verteten. Machen wir Ihnen deutlich, für welche Bildung wir votieren werden. Nutzen Sie die Bürgersprechstunden oder die Veranstaltungen der Kandidaten auf Wochenmärkten etc.
Wir haben Fragen formuliert, die Ihnen als Anregung für eigene Gespräche dienen können. Wenden Sie sich mit Ihren Fragen an Ihre Abgeordnetenkandidaten!

Lernen ...

Lernen ...

Das Gastschulkabkommen

Bislang konnten an der Stadtgrenze zu Hamburg wohnende Schüler aus Schleswig-Holstein Hamburger Schulen besuchen ... und umgekehrt. Ohne ein solches Abkommen müssten die Schüler teils unzumutbar lange Schulwege auf sich nehmen.

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... ohne ...

Es wurde nun gekündigt

Das wirkt angesichts von Europäischer Union und Öffnung der Grenzen wie ein Schildbürgerstreich: Bestehende Sozialstrukturen werden zerstört, wenn Kinder aus ihren Klassen heraus gerissen werden; die Möglichkeit einer freien Schulwahl wurde de facto ausgehebelt.

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... Grenzen

Dagegen kämpfen wir

Schließen Sie sich unserem Protest an!
Gegen mittelalterliche Stadtgrenzen, für freie Schulwahl. Wir brauchen Ihre Hilfe und Unterstützung. Erzählen Sie allen von unserer Mahnwache. Schreiben Sie ebenfalls an den Bildungsminister Klug.

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Die sechs neuesten Fotos

Wer sich wundert, wenn wir mal mit aktuellen Fotos hinterher hinken: Der Wintereinbruch, die glatten Straßen und Zugverspätungen erschweren die Einsätze sehr, manche Leute sind sechs Stunden unterwegs, um das Ziel zu erreichen. Und wir machen tapfer weiter, bis eine Lösung gefunden ist.

Mehr Fotos ...

Von unserer Website »Schule ohne Grenzen«

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